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Betty Silbermann, geb. Schmidt, am 10.01.1883, kam aufgrund ihrer Heirat von Aschenhausen nach Oberelsbach. Sie war die Tochter des Viehhändlers Abraham Schmidt und seiner Ehefrau Hannchen, geb. Baum. Ihr Ehemann war Samuel Silbermann, der seit 1898 in Oberelsbach als selbständiger Metzger und Viehhändler tätig war. Sie wohnten in Oberelsbach in der Hausnummer 220.
Betty und Samuel hatten einen Sohn, Siegfried, geb. am 12.03.1904. Er verstarb am 23.01.1937 in Würzburg, und wurde auf dem jüdischen Friedhof in Würzburg, Siemensstr., beerdigt.[1]
Außerdem eine Tochter, Flora Franziska, geb. am 20.03.1908, verstorben am 05.05.1917 im Alter von 9 Jahren. Sie wurde auf dem Friedhof in Neustädtles beigesetzt.[2]
In der Pogromnacht wurden an ihrem Haus Türen und Fenster eingeschlagen, Telefon und Herdplatte zerstört sowie weitere Beschädigungen vorgenommen. Außerdem wurde ihr Mann Samuel zusammen mit anderen Oberelsbacher Juden (Max Silbermann, Moritz und Albert Kahnlein) in sog. Schutzhaft im Amtsgerichtsgefängnis Neustadt a. d. S. genommen.[3]
Betty und Samuel wurden – wie die anderen ansässigen Juden auch – gezwungen, ihr Haus zu „verkaufen“. Darin wurde dann die „Zwangswohnung“ eingerichtet, in der alle Jüdinnen und Juden zusammen wohnen mussten, die noch in Oberelsbach lebten.
Ihr Ehemann Samuel verstarb am 24.06.1941 während eines stationären Krankenhausaufenthaltes in Bad Neustadt. Vermutlich wurde er auf dem jüdischen Friedhof in Neustädtles oder Bad Neustadt a. d. S. beerdigt.
Am 22. April 1942 wurde Betty zusammen mit Selma Haas sowie Marianne und Moritz Kahnlein über Bad Neustadt nach Würzburg gebracht, von dort am 25.04.1942 nach Krasniczyn deportiert und im Raum Lublin ermordet.[4]
[1]Standesamt Oberelsbach, jetzt Archiv Oberelsbach, Geburtsreg. Nr. 11/1904; der Eintrag beinhaltet folgenden Rückvermerk: „gestorben Nr. 154/1937 Würzburg“. Wahrscheinlich ist er im jüdischen Krankenhaus gestorben. Sein Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Würzburg hat folgende Aufschrift: „Siegfried Silbermann aus Oberelsbach, geb. … März 1904, gest. 23.01.1937“. Er gehörte in den Jahren 1933-1935 noch zur Kultusgemeinde in Oberelsbach. Danke an Elisabeth Böhrer für den freundlichen Hinweis.
[2]Standesamt Oberelsbach, jetzt Archiv Oberelsbach, Geburtsreg. Nr. 3/1908; Standesamt Oberelsbach, jetzt Archiv Oberelsbach, Sterbereg. Nr. 15/1917. Danke an Elisabeth Böhrer für den freundlichen Hinweis.
[3]Mehr als Steine – Synagogengedenkband III/2.1, S. 831
[4]Chronik des Marktes Oberelsbach 2012, S. 321-333
Heimat-Jahrbuch Rhön-Grabfeld 2015, S. 196-217
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