Heinrich Silbermann

Heinrich Silbermann

Heinrich Silbermann wurde am 27.10.1866 in Oberelsbach geboren. Von Beruf war er Weinhändler. Seine Ehefrau war Babette, geb. Kahnlein, am 24.02.1869 in Reyersbach. Babette wurde auf dem jüdischen Friedhof Neustädtles beigesetzt, nachdem sie am 08.01.1935 verstorben war.[1] Wohnhaft waren sie in der Hausnummer 230 in Oberelsbach.

 

Ihre Söhne Manfred, geb. 28.10.1910, und Leo, geb. 03.02.1915, emigrierten nach Palästina bzw. England.

 

In der Pogromnacht wurden die Fensterscheiben ihres Hauses eingeschlagen. 

 

Heinrich Silbermann, der seit 08.01.1935 verwitwet war, plante in die USA bzw. nach England auszuwandern, was er allerdings nicht mehr verwirklichen konnte.

 

Im Juni 1942 wurde Heinrich Silbermann gemeinsam mit Rosalie Haas in das „Israelitische Kranken- und Pfründnerhaus“, Dürerstr. 20, in Würzburg eingewiesen, wobei ihm „während der Dauer der Hilfsbedürftigkeit“ ein Freiplatz eingeräumt wurde. Am 22.09.1942 wurde sein Hausrat, dessen Verkauf er zuvor „beantragt“ hatte, veräußert. Den Großteil erwarb ein Bombengeschädigter aus Düsseldorf, den Rest ein Oberelsbacher Bürger.

 

Am 23.09.1942 wurde er ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 30.08.1943 verstarb.[2]

[1]Herzlichen Dank an Elisabeth Böhrer für die Überlassung des Verzeichnisses zur Belegung des Friedhofs Neustädtles

[2]Chronik des Marktes Oberelsbach 2012, S. 321-333

      Heimat-Jahrbuch Rhön-Grabfeld 2015, S. 196-217

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