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Bundeswaldprämie 2021 für den Markt Oberelsbach

Dürre, Borkenkäferbefall und Stürme haben die deutschen Wälder in den letzten Jahren stark geschädigt. In den Wäldern sind nach einer Studie unter Beteiligung des Thünen-Instituts Schäden in Höhe von über zwölf Milliarden Euro entstanden. 

Daher hat die Bundesregierung aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket 500 Millionen Euro zusätzlich für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder in Form der Bundeswaldprämie bereitgestellt.

Die Nachhaltigkeitsprämie Wald leistet einen Beitrag zum Erhalt der Wälder und der gesellschaftlichen unverzichtbaren Waldfunktionen.

Bundeswaldministerin Julia Klöckner: „Die Lage in unseren Wäldern ist dramatisch. Die kommunalen und privaten Waldbesitzer unterstützen wir deshalb mit dem größten Umbauprogramm der Geschichte. Ein Kernstück dabei ist unsere Bundeswaldprämie, mit der wir unbürokratisch und schnell helfen. Bundesweit wird damit eine Erfolgsgeschichte geschrieben und ein Fortschritt bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung bewirkt. Denn klare Bedingung für den Erhalt ist der Nachweis einer forstlichen Zertifizierung, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Dass das ein starker Anreiz ist, zeigt sich auch hier: Alle waldbesitzenden Gemeinden, die die Prämie erhalten, haben in diesem Jahr ihre Wälder neu zertifizieren lassen oder ihr Zertifikat erneuert.
 
Ich freue mich sehr, den Bescheid über die Bundeswaldprämie an den Markt Oberelsbach mit einer Waldfläche von ~ 900 ha eine Prämie i. H. v. 91.175,00 € zu überreichen. Gleichzeitig möchte ich Danke sagen für das große Engagement: Ohne die Waldeigentümer und Forstleute – privat wie kommunal – werden wir die Schäden nicht beseitigen und die Wälder nicht an den Klimawandel anpassen können.“  

Stabile, naturnahe Wälder und ihre nachhaltige Bewirtschaftung schützen das Klima, sichern die Biodiversität und sind der wichtigste Erholungsort der Deutschen. Sie liefern den klimafreundlichen Rohstoff Holz und sichern Arbeit und Einkommen. Extremer Wassermangel und massiver Borkenkäferbefall sowie Stürme und Waldbrände haben in den letzten Jahren zu großen Schäden in den deutschen Wäldern geführt. Die Kalamitäten haben einen deutlichen Rückgang der Holzpreise und ein kaum noch absetzbares Überangebot zur Folge. Damit steht die heimische Forst- und Holzwirtschaft vor immensen Herausforderungen. Gleichzeitig steht die Forstwirtschaft vor der Aufgabe, die Wälder insgesamt langfristig auf den Klimawandel einzustellen.

Auch bei der Bundeswaldprämie zeigt sich erneut, so Bürgermeisterin Erb, dass sich Nachhaltigkeit auszahlt. Der Markt Oberelsbach schlägt als Umweltgemeinde im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön seit Jahrzehnten den richtigen Weg ein. Die Kriterien für die Bundeswaldprämie erfüllt der Markt Oberelsbach mit Bravour. Bereits 2011 wurden wir mit dem Bayerischen Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung ausgezeichnet. Rund 93 Hektar Gemeindewald wurden dem UNESCO-Biosphärenreservat Rhön als Kernzone zur Verfügung gestellt, das entspricht mehr als zehn Prozent der Gesamtfläche. Außerdem ist der Markt Oberelsbach eine von zwei Pilotgemeinden in Bayern, die in einem Projekt mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten den Waldnaturschutz in ihrer Forsteinrichtung 2017–2036 verankert haben. Mit der Förderung durch die Bundeswaldprämie machen wir unseren Wald fit für die Zukunft und die Herausforderungen des Klimawandels.

Hintergrundinformationen:
Die Bundeswaldprämie ist im November 2020 gestartet, es stehen insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Für die Auszahlung gelten zwei Bedingungen:
1.    Die Prämie ist an die Voraussetzung einer forstlichen Zertifizierung geknüpft, die über den gesetzlichen Standard hinausgeht. Zum Beispiel braucht es in den Bewirtschaftungsplänen eine Strategie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel.
2.    Außerdem muss die nachzuweisende Zertifizierung zehn Jahre gehalten werden. Bis heute wurde die Prämie von über 124.000 Waldbewirtschaftenden für insgesamt 435 Millionen Euro beantragt. Über 318 Millionen Euro sind bereits ausgezahlt worden. Bis jetzt haben über 5.200 Kommunen einen Antrag gestellt. Auch die beabsichtigte Lenkungswirkung in Richtung mehr Nachhaltigkeit der Prämie ist bereits eingetreten: Die zertifizierte Waldfläche in Deutschland ist um über 901.000 Hektar angestiegen.

Auszeichnungen und Partnerschaften.